Im mittelalterlichen Nürnberg

Die Klasse 4c berichtet:

 

Eine Wanderung ganz anderer Art unternahmen wir am Mittwoch, dem 3.5. 2017.

Wir hatten in der Schule das Buch „Oskar und die verschwundenen Kinder“ gelesen und uns ausführlich mit dem Leben in Nürnberg Anfang des 16. Jahrhunderts beschäftigt. Selbstverständlich war uns dabei auch der erwachsene Albrecht Dürer über den Weg gelaufen. (Im Buch spielt er eine Rolle als 12jähriger Knabe). So freuten wir uns darauf, die Wirkungsstätten des Buches in der Wirklichkeit zu sehen und Vergleiche mit dem früheren Nürnberg anzustellen. Wir fuhren also mit dem Zug von Emskirchen nach Nürnberg.

Durch den neu sanierten Bahnhof liefen wir hinaus in die Königsstraße und kamen so hinter die Stadtmauern des alten Nürnberg. Der mächtige Turm am Eingang des Handwerkerhofs hinterließ einen massiven Eindruck von der Wehrfähigkeit der früheren Bürger. Durch die Königstraße passierten wir die alten Häuser verschiedener Stilepochen und der Hinweis auf das frühere Katharinenkloster erinnerte uns gleich wieder an eine der Hauptpersonen aus dem Buch, Kathrin.

Vorbei ging es an der berühmten Lorenzkirche mit ihrer wunderschönen gotischen Bauweise. Nun konnten wir einen Blick auf die Nürnberger Burg werfen, denn wir folgten der Straße hinunter zur Museumsbrücke, wo uns unsere Stadtführerin schon erwartete. Sie zeigte uns die Schauplätze aus dem Buch, den Heiliggeistspital, die Sebalduskirche, das alte Rathaus und das Dürerhaus und wir folgten ihr eineinhalb Stunden kreuz und quer durch Nürnberg. Selbst die Eltern, die uns begleiteten, hatten noch nicht alle geheimen Ecken zu sehen bekommen.

Wir bedankten uns und zogen eilig weiter, denn jetzt wartete das nächste Highlight auf uns: die historischen Lochgefängnisse im Nürnberger Rathaus! Natürlich führte uns unser Weg über den Marktplatz, wo wir alle die Frauenkirche mit dem großen Balkon bewunderten. Dort eröffnet jedes Jahr das Nürnberger Christkind den berühmten Nürnberger Christkindlmarkt. Und um 12 Uhr verneigen sich die Kurfürsten vor dem Kaiser in der alten Spieluhr im Turm. Jetzt aber schnell zu den Lochgefängnissen. Manchem von uns wurde es mulmig zumute, als es in die finstere Tiefe ging. So richtige Schauer liefen uns über den Rücken, als wir die Foltergeräte des Mittelalters und die winzigen Zellen erblickten. Jetzt konnten wir uns vorstellen, wie sich Kathrin aus dem Buch gefühlt haben musste, als sie hier eingesperrt war unter dem Verdacht eine Hexe zu sein. Aufatmend kamen wir ans Tageslicht zurück. Nach einer kleinen Pause auf dem Hauptmarkt wanderten wir über die Fleischbrücke zum Bahnhof. Müde, aber angefüllt mit tollen Erlebnissen fuhren wir zurück nach Hause.

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